Sonntag, 11. September 2011

Mein allererster "park and grab"

Ich wollte immer schon mal einen "park and grab"-Cache mein eigen nennen, nun ist es endlich soweit! Er sollte ja nicht einfach "irgendwo" platziert werden, sondern an einer schönen und besonderen Stelle.
Auf keinen Fall wollte ich einen "Leitplankencache" oder einen Cache an einem Mülleimer einer Bushaltestelle, nein, es sollte schon etwas anderes sein... Gestern nun kam mir die Erleuchtung, die richtige Stelle war gefunden, außerdem hatten wir wenige Minuten zuvor genau das richtige Cacheversteck bei einer Cachingrunde gefunden. Das ließ sich jetzt prima miteinander kombinieren...!

Das ist unser neues Cacheversteck: der Aststumpf...
An einer Landstraße ganz in der Nähe gibt es einen kleinen, idyllischen Parkplatz. Hier wurde einst die Kurve "begradigt" und aus einem kleinen Stück des alten Straßenverlaufs ist der Parkplatz entstanden. Hier gibt es sogar einen Picknicktisch, an dem man eine kleine Stärkung zu sich nehmen kann. Und genau hier wird nun mein allererster "park and grab" hinkommen.

Mit den "Lütten" habe ich unser mitgebrachtes Stück Holz zu einem passablen Cacheversteck umgebaut, in das jetzt eine Filmdose passt, und das wir wenig später auch schon an Ort und Stelle montiert haben. Ok, unser abgesägter Ast sieht schon irgendwie merkwürdig aus an diesem Baum, er fällt aber hoffentlich nur den geschulten Cacheraugen wirklich auf. Wir finden die ganze Sache jedenfalls sehr gelungen. Jetzt warten wir darauf, dass der Cache freigegeben und dann von möglichst vielen Cachern gefunden wird...

...und hier hängt der falsche Aststumpf auch schon am Baum!

Kommentare:

  1. Grundsätzlich sieht das ja sehr nett aus. Aber einen lebendem Baum anbohren um einen Cache zu verstecken ist eigentlich ein NoGo unter Geocachern!

    Bin nicht anonym! Bin schimi73 ;-)

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  2. @anonym alias schimi73:
    Wenn wir mal ehrlich sind: an drei kleinen Schrauben ist nun wirklich noch kein gestandener Baum zugrunde gegangen, oder? Ich bin mit Dir einer Meinung, wenn es darum geht, wertvolle und alte bzw. besondere Bäume entsprechend zu schützen. Denn es geht ja wohl vorwiegend darum Nutzholz nicht zu verschandeln, denn für die Verarbeitung bzw. für's Produkt sind die Spuren von Nägeln oder Schrauben natürlich unschön und mindern den Wert.
    Zumindest bei uns hier in der Gegend gibt es eine Fülle von Caches mit entsprechenden Halterungen oder Verankerungen an Bäumen, ohne die es z.T. gar nicht möglich wäre, entsprechende "Mechanismen" zu installieren.
    Ich denke, diesen "stinknormalen" Straßenbaum wird es nicht wirklich interessieren, dass er nun einen kleinen künstlichen Aststumpf hat - getreu dem Motto: was stört es die Eiche, wenn sich eine Wildsau an ihr kratzt...!?

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  3. Unglaublch! Echt eine reife Leistung, die kreative Bastelei auch noch im eigenen Blog zu beschreiben. Ich dachte immer, Cacher machen nichts kaputt und Schrauben in lebende Baüume sind ein absolutes NoGo. Da bleibt nur zu hoffen, dass das Machmerkt möglichst zügig mit dem vollauf berechtigten SBA honoriert wird, aber wenn es in der Gegend so üblich ist, dann haben wir ja endlich die Insel der Schmerzfreien gefunden.
    Nach allgemeinem Cacherehrenkodex kann man nur sagen, sowas geht garnicht und wenn die Straßenwacht den Cache findet, bekommt 1. der beherzte Owner richtig Theater und das Hobby ist um eine weitere ungünstige Peinlichkeit bereichtert.
    Wie gesagt: Reife Leistung!

    (siehe http://www.geoclub.de/viewtopic.php?f=109&t=49145 Da geht es um einen vergleichbaren Irrsinn.)

    kopfschüttelnde Grüße aus dem Sauerland vom

    argus1972

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  4. Servus

    Klar sollte man als Cacher darauf achten mit der Natur sorgsam umzugehen. Das der Baum durch Nägel oder Schrauben beschädigt wird ist aber ein Mythos. Die meisten Flurmarkierungen im Wald sind auch angeschraubt und den Bäumen geht es gut.
    http://www.zeit.de/stimmts/1999/199920_stimmts_kupferna

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  5. Quatsch, wer sollte denn da ein SBA loggen? Wer die Dose gefunden hat, wird sich den Punkt holen und die übliche "nach mir die Sinflut"-Einstellung an den Tag legen. Die Bastelei ist nett, auch wenn ich selbst das einschrauben in lebende Bäume nicht toll finde. Aber ich habe schon öfter gesehen, daß da ganze Vogelhäuschen an Bäume geschraubt werden...

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  6. Moin,

    klar ist es nicht schön negatives Feedback auf eine tolle Idee zu kriegen, die man gerade realisiert hat. Schlägt natürlich auf die Stimmung. Und dann machen das andere genauso auch so - also wieso hacken alle auf mir rum. Nunja - wer offen im Internet schreibt erwartet meist auch Feedback - das kommt dann eben auch - oft leider nicht so wie man sich das wünscht. Dennoch kann man ja daraus lernen und sich auch mal etwas sagen lassen und nicht alles abblocken. So ist das in deinem Fall sicher eine nette Bastelei, gerade bei den vielen ollen Filmdosen hinter irgendwelchen Büschen eine nette Abwechslung. Wie dem auch sei - in Bäume gehören keine Nägel, Schrauben etc... Wenn du gut basteln kannst, dann fallen dir bestimmt andere Möglichkeiten ein...

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  7. Also ganz erlich, ich find die Idee toll und die Geschichte mit den Nägeln / Schrauben ist wirklich ein Mythos - schaut Euch doch mal um im Wald - Sogar die Schilder "Naturschutzgebiet" habe ich schon per Schraube im Baum festgemacht gesehen, genauso Wegweiser oder Vogelhäuser.

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  8. @all:
    Um das hier einmal ganz deutlich zu sagen: sachliche Kritik ist hier ausdrücklich erwünscht und erlaubt. Für Schimpfereien und Beleidigungen habe ich allerdings überhaupt kein Verständnis, daher wurden zwei der Kommentare gelöscht.
    Übrigens frage ich mich bei all' der Fürsorge für unsere Bäume ernsthaft, wie man ruhigen Gewissens Klettercaches an Bäumen macht und gutheißt, gleichzeitig aber diesen kleinen Cache hier verdammt. Ich kann mir jedenfalls nicht wirklich vorstellen, dass die Bäume auf Dauer keinen Schaden nehmen, wenn ständig jemand an ihnen hoch- und wieder runterklettert...

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  9. Schade, das man hier so "beratungsresistent" ist! Wie im ersten Post schon geschrieben: Die Bastelei an sich ist ja toll! Aber unter Cachern ist es eben ein NoGo in lebende Bäume zu bohren oder zu schrauben! Zumindest unter den Cachern, die schon länger dabei sind! Warum immer wieder das Thema Klettercaches als Ausrede genommen wird ist mir schleierhaft! T5er werden in der Regel (ausser zu Beginn) recht selten gemacht und ein Seil um einen Ast zu schlingen ist in meinen Augen ein deutlicher Unterschied zum hineinbohren! Und ich betone ausdrücklich: Ich will Dir deinen Cache nicht madig machen oder "verdammen" - aber mit rund 100 Dosen siehst Du bestimmt viele Dinge noch etwas anders und ich wollte Dir lediglich den Hinweis geben. Ausreden sind natürlich schnell gefunden (andere bohren auch rein). Aber wenn 10 Firmen ihren Chemieabfall in den Fluss leeren, leerst Du deinen Müll dann auch rein? Und ob das dem Baum schadet oder nicht kann und will ich gar nicht beurteilen. Aber argus1972 hat es ja schon geschrieben: Hier geht es auch um einen Geocacher-Ehrencodex! Ausserdem stehen wir zur Zeit schon genug im (negativen) Rampenlicht - und solche Aktionen tragen nun wirklich nicht zur Besserung des Verhältnisses Jäger/Förster zu Geocachern bei!
    Nun, das war ein Ratschlag, ein Hinweis, wie auch immer... Was Du damit anfängst bleibt Dir überlassen.
    Gruß von schimi73

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  10. @schimi73
    Zunächst einmal herzlichen Dank (ehrlich!) für Deine Kritik. Ich meine von mir allerdings behaupten zu können, dass ich nicht unter die Rubrik "beratungsresistent" falle. Ich bin nun wirklich kein leidenschaftlicher Baumanbohrer, und wenn möglich vermeide ich selbstverständlich solche Befestigungsarten. In diesem Fall, da hier z.B. kein abgestorbener Ast o.ä. zum Befestigen herhalten konnte, habe ich mich für die "Schrauben-Methode" entschieden - und nochmal, ich denke, dass es dem Baum nicht schaden wird.
    Bei den Klettercaches möchte ich Dir aber dennoch widersprechen, denn wenn im Laufe der Zeit Seile über den ein oder anderen Ast geworfen werden, wird die Baumrinde an diesen Stellen verletzt und der Baum wird dadurch über kurz oder lang Schaden nehmen. Da wirst Du mir sicher zustimmen.
    Und noch etwas: schau Dir mal Bäume an alten Weiden oder Wiesen an, die sehr nah an z.B. einem Stacheldrahtzaun stehen. Hier habe ich schon viele (sehr alte!) Bäume gesehen, in die der Stacheldraht quasi eingewachsen ist, und die dennoch seit Jahrzehnten weiter wachsen und gedeihen. Auch Schilder - wie in anderen Kommentaren genannt - werden oft mit Schraube oder Nagel an Bäumen befestigt, ohne dass diese daran zugrunde gehen.
    Ich sehe es da viel problematischer, wenn man die Baumrinde großflächig beschädigt. Dann ist die Gefahr für den Baum nämlich erheblich größer.
    Vielleicht sollte man den "Ehrenkodex der Geocacher" dahingehend überdenken, dass man generell keine Hand (bzw. keinen Nagel und kein Seil) an einen Baum legen soll...?!
    ...und mit meinen knapp über 100 Caches bin ich sicher kein "erfahrener" Cacher, ich maße mir mit meinen knapp über 40 Lebensjahren aber durchaus an, trotzdem schon ein wenig Ahnung von diesem Thema zu haben ;-)
    Nix für ungut & viele Grüße!

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  11. Moin,

    wie oben schon gesagt: Nur "weil andere es auch machen" ist kein Grund dafür sich selber falsch zu verhalten - das ist eine Argumentationsstufe auf Kindergarten Niveau.

    Beispiele genug: Weil Bei der Bohrplattform Öl ins Meer gelaufen ist, können wir jetzt unser Altöl auch in den Teich kippen? Weil der Nachbar seinen Müll der nicht in die Tonne passt in den Wald kippt - dann dürfen wird das auch... etc.

    Nein - Schrauben und Nägel haben in Bäumen nichts verloren. Das ist ein Fakt. Nur weil es einige Leute gibt, die das noch nicht kapiert haben, muss man es ihnen nicht nachtun.

    Zudem - was ein Waldbesitzer mit SEINEN Bäumen tut, das ist SEINE Sache. Ein nicht idiotischer Waldbesitzer wird sowas nicht zulassen. Maximal, wenn es sich nicht vermeiden lässt Alunägel nehmen. Damit gibt es dann kein Unglück im Sägewerk. Aber das ist eben SEINE Sache.

    Wir als Geocacher wollen, dass man uns nicht in die Parade pisst. Dafür müssen wir uns aber auch so verhalten - fallen wir negativ auf, dann wird es immer mehr Verbote geben, das was gestern geduldet war wird morgen verboten und überwacht.

    An deinem Beispiel - findet der richtige Mitarbeiter der Gemeinde etc. deine Installation und informiert die Verantwortlichen, ist das gleich ein negativer Einstig ins Thema Geocaching für die Verantwortlichen. Folglich werden alle weitere Aktion mit dem Namen Geocaching in Zukunft von diesen Personen eher kritisch gesehen.

    Insofern ist es eben nicht nur DEINE Sache, du gefährdest damit auch den Freizeitspaß anderer Leute, verbaust ihnen Wege und schlägst evtl. offene Türen zu.

    Es gibt so tolle Möglichkeiten zu basteln - ich weiß das, ich lege eigentlich NUR Caches mit speziellen Wirten! In deinem Fall vielleicht Kabelbinder die mit grün-braunem Tarnband beklebt sind, wenn es denn tatsächlich am Baum sein muss...

    BG
    HansHafen

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  12. @firehead
    Dann sind wir zwar im selben Alter - haben aber scheinbar eine grundverschiedene Ansicht was den Umgang mit der Natur und Geocaching angeht
    schimi73

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  13. hallo firehead,
    gib nicht zu viel auf die worte der selbsternannten baumschützer. drei kleine schrauben in dem baum sind überhaupt kein problem. schlimmer wäre es, wenn du etwas um den baum herumgewickelt hättest. dann würde der baum sich durch sein wachstum irgendwann selber abschnüren. schrauben oder nägel dagegen machen dem baum überhaupt nichts aus. sonst würden wir wohl kaum den helfern der wandervereine erlauben, ihre wegweiser an die bäume zu nageln oder zu schrauben. ausserdem hängen wir vom forst ja selber unsere schilder, nisthäuschen usw. auch mit schrauben und nägeln an den bäumen auf.
    frieder68

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  14. Wenn dann nimmt man Nägel, Schrauben sind fast immer gelblich, sprich eine Kupferlegierung. Und daß für so manchen Baum Kupfer Gift ist, sollte bekannt sein. Zumal es den Baum für die Holzwirtschaft wertlos macht wenn beim Röntgen Metall gefunden wird, denn viele beseitigen ihre Verstecke nicht vollständigen mit der Archivierung.

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  15. PS: Es gibt auch Holzdübel.

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  16. Wenn man das alles so liest, dann könnte man glauben das die meisten Cacher selbst einen Nagel im Kopf haben. Habt ihr sonst nichts zu tun, als über so einen Blödsinn zu diskutieren?

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  17. >>Wenn dann nimmt man Nägel, Schrauben sind fast
    >>immer gelblich, sprich eine Kupferlegierung.


    ???
    Das ist kein Kupfer sondern Gold.
    Genauso wie Nägel aufgrund ihrer silbernen Farbe immer aus einer Silberlegierung sind.

    ???

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